Aktuelles

„Wir alle sind Siegen!“

Mitmachaktion vom Netzwerk gegen 

Diskriminierung


Das 800-jährige Siegen hat ein vielfältiges Gesicht. Und das machen wir gemeinsam mit euch sichtbar. Dazu sammeln wir Portraitfotos von euch. 

Macht mit! Egal ob als Einzelperson, Organisation, Verein, Jugendzentrum, Schule etc. Je mehr Bilder, desto stärker unser gemeinsames Zeichen. 

Euch zu beteiligen ist ganz einfach: schickt uns bis Ende März 2024 ein Foto von euch und eine Einwilligungserklärung zur Nutzung deines Bildes. Diese könnt ihr auf der Startseite von www.vielfalt-statt-diskriminierung.de herunterladen. 

Sendet uns euer Bild an E-Mail: [email protected].
Wichtig ist nur, dass ihr euch von den Schultern aufwärts fotografiert. Aus den gesammelten Fotos wird ein Video entstehen, das zeigt: „Wir alle sind Siegen!“. Das Video könnt ihr zu den Interkulturellen Tagen im September sehen. Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr sogar euer eigenes Gesicht mitten in unserer Stadt wieder.

 

Wanderausstellung „Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“ auf Tour -

Stadtteilbüro & Mehrgenerationenhaus 

Kreuztal 

 Wanderausstellung „Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“ gastiert im Stadtteilbüro & Mehrgenerationenhaus Kreuztal
„Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“ - diesen Titel trägt die Wanderausstellung, die vom 27. Februar bis 22. April im Stadtteilbüro & Mehrgenerationenhaus Kreuztal, in der Danziger Straße 2, zu sehen ist. Entwickelt von den Siegener Integrationsagenturen der AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe, des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein e.V., der Diakonie Soziale Dienste gGmbH und des Vereins für soziale Arbeit und Kultur in Südwestfalen e.V., richtet die Ausstellung unter anderem den Blick auf die Themenfelder Migration, Rassismus, Diskriminierung und Heimat.
 
Neben historischen Ereignissen stehen persönliche Schicksale im Fokus, denn Menschen aus unserer Region erzählen ihre Geschichten. Die Ausstellung zeigt nicht nur eine Perspektive, sondern gibt vielen Geschichten einen Platz - präsentiert anhand von Porträts, kleinen persönlichen Geschichten, Wörtern, Gegenständen und als besonderes Highlight - der „Weltkarte der Teigtaschen“.
 
Am 5. März wird es ab 15:00 Uhr, anlässlich des Weltfrauentags, eine Veranstaltung mit einem Mitbringbuffet, Musik und Tanz im Stadtteilbüro & Mehrgenerationenhaus geben, welche in Kooperation mit der Migrationsberatung für Erwachsene der AWO ausgerichtet wird. Im Rahmen dieser findet die Eröffnungsfeier der Wanderausstellung statt. Passend zur Filmvorführung „Die Reise der Teigtasche“ kann beim Mitbringbuffet auch die eine oder andere Teigtasche probiert werden. Alle Interessierten sind vom Stadtteilbüro & Mehrgenerationenhaus Kreuztal und von den Integrationsagenturen herzlich eingeladen sich die Ausstellung anzuschauen und zur Feier zu kommen.
 
Zu sehen ist „Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“ zu den Öffnungszeiten des Stadtteilbüros & MGH Kreuztal. Gefördert wird die Wanderausstellung vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
 
Auf Anfrage bieten die Integrationsagenturen auch eine Führung oder ein Begleitprogramm an (z. B. für Schulklassen oder Jugendgruppen). Weitere Informationen können bei Lisa Höfer vom Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V. per Mail an [email protected] erfragt werden. 


 

 


Nie wieder ist jetzt! 



Stellungnahme des Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen (FdM) 

Berlin, 12. Januar 2024

Das Recherchenetzwerk CORREKTIV veröffentlichte diese Woche seine Rechercheergebnisse zu einem „geheimen“ Treffen von führenden AFD-Größen, Mitgliedern der Werte-Union, Bundestagsabgeordneten, bekannten Neonazis und finanzstarken Unternehmer*innen. Bei diesem Treffen tauschten sich die Teilnehmenden zu einem rassistischen „Masterplan“ zur Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland – mit und ohne deutschem Pass – aus.


Die Vorhaben der AfD-Mitglieder und der weiteren rechten Initiativen überraschen Betroffene von Rassismus und rechter Gewalt kaum bis wenig. Rassismuskritische und demokratische Stimmen warnen seit Jahren unermüdlich vor der rechten Gefahr durch die AfD und weitere rechte institutionelle Umtriebe in Deutschland. Wenn die Öffentlichkeit zum Schauplatz menschenfeindlichen Sprechens wird, beflügelt das antidemokratische, autoritäre und rassistische Strömungen.


Gleichzeitig müssen wir zu unserem Entsetzen feststellen, dass die Ängste und Erfahrungen der Menschen, die von eben dieser rechten Ideologie und ihren Gefahren betroffen sind, in der medialen Öffentlichkeit und im politischen Geschehen noch viel zu wenig Berücksichtigung finden. Obwohl die Entwicklung der rechten Diskurse und das Erstarken von rechten Parteien und Bewegungen in den letzten Jahren öffentlich bekannt und nicht zu übersehen war, wird diese Gefahr für die Demokratie in unserem Land – und somit für alle hier lebenden Menschen – bis heute nicht ernst genommen. Doch für sehr viele Menschen ist diese Gefahr nicht nur theoretischer Natur: Die Sorge und das Bangen um eine sichere Zukunft in Deutschland ist für sie ganz real und existentiell. 

Die bevorstehenden Landtagswahlen in drei Bundesländern mit sich schon jetzt abzeichnenden hohen Umfragewerten für die AfD können ein weiterer Schritt in Richtung eines Point-of-no-return sein. Weder die perfide Strategie einiger Parteien, sich Themen der AfD zu eigen zu machen, noch das „Verlassen“ auf demokratische Strukturen hat das Erstarken rechter Politik verhindert. Eine „Das wird schon nicht passieren“-Rhetorik kann unsere Gesellschaft nicht mehr leisten!


Als Forum und Sprecher*innen für über 300 Paritätische Organisationen von Menschen, die sich für ein demokratisches, diskriminierungskritisches und friedliches Miteinander einsetzen, vermissen wir den gesellschaftlichen Aufschrei und ein entschiedenes politisches Handeln der Demokrat*innen!


Jetzt ist nicht mehr die Zeit des Überrascht- und Entsetztseins. Jetzt ist die Zeit für strukturelle Maßnahmen zur Stärkung der Demokratie und zur Bekämpfung von solchen menschen- und demokratiefeindlichen „Plänen“. Jetzt ist es an der Zeit, dass Demokrat*innen jeglicher Couleur enger zusammenrücken und sich in all ihrem Handeln diese sehr reale Gefahr vor Augen führen. Jetzt ist die Zeit, aufzustehen, Haltung zu zeigen und aktiv zu werden: Gegen Rassismus und gegen jede Art der Menschenfeindlichkeit. Nie wieder ist jetzt!


Deniz Greschner, Sprecherin des Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen

Mahmut Hamza, Sprecher des Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen 


Zum Forum der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen (FdM): 
Im Forum der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen (FdM) sind über 300 Migrantenorganisationen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen. Es hat sich 2007 unter dem Dach des Paritätischen gegründet, um die Interessen von Migrantenorganisationen zu stärken und zu repräsentieren. 


Mehr Informationen unter: www.paritaet.org